06.11.2009

Fickmühle?

Man glaubt es kaum, aber das Wort ist keine Eigenkreation, sondern gibt es tatsächlich.
Und? Was meinen Sie, was es bedeutet?

Ganz einfach: es ist ein Synonym für Zwickmühle.
Dafür gibt es auch einen hoch offiziellen Nachweis: Duden.

05.11.2009

Vortrag: "Weibliche Ejakulation und der G-Punkt" mit D. Sundahl, Berlin 12.11.09

Ich freue mich, dass wir am 12.11. in Berlin einen Vortrag von Deborah Sundahl präsentieren dürfen.

Deborah Sundahl ist die führende Expertin für weibliche Ejakulation seit 1983. Ihr BuchWeibliche Ejakulation und der G-Punkt gilt als eines der wichtigsten Bücher zu weiblicher Sexualität der letzten Jahre. Und zu weiblicher Ejakulation ist dieses hervorragend recherchierte Werk das Beste, das je veröffentlich worden ist.
Deborah Sundahl führt uns in die Geheimnisse und das verborgene Potenzial des G-Punktes ein: Wissenschaftliche Fakten, Illustrationen, historische Daten sowie die lebendige Erfahrung von Frauen und Männern belegen, dass die weibli che Ejakulation keineswegs ein Kuriosum der Natur ist. Offen, positiv und vor allem praxisnah zeigt sie, wie Frauen ihre natürliche Empfindsamkeit ihres G-Punkts entdecken können und wie sie die verschiedenen Arten des Orgasmus unterscheiden können.

VVK 15 €, AK 17 €
Offen für Frauen und für Männer. Englischer Vortrag mit Übersetzung.
Nähere Informationen auf www.erotischer-salon.de oder per Mail unter info@erotischer-salon.de


28.10.2009

Sexfilme für Frauen

Es gibt ja mittlerweile recht viele Sexfilme für Frauen, doch leider darf man diese weder lobend erwähnen, noch kritisch besprechen, geschweige denn namentlich nennen oder gar verlinken. Zumindest in Deutschland nicht. Sagt das deutsche Gesetz zum Schutz der Jugend.

Jetzt habe ich aber eine Seite gefunden, die über 100 Filme besprochen hat, die meisten davon speziell für Frauen gemacht oder aber es sind anspruchsvolle Mainstreampornos. Die Betreiberin der Website ist aus den Niederlanden. Dort dürfen die das nämlich (glaube ich). Zumindest sind alle anderen Länder da viel freizügiger. Ob das jetzt gut ist oder schlecht, wäre eine andere Diskussion.
Diese Website darf ich aber natürlich auch nicht verlinken. Weil ich nach deutschem Gesetz für die Websiten verantwortlich bin, auf die ich verlinke.

Und jetzt? Darf ich eigentlich gar nichts mehr sagen. Ich kann Ihnen nur empfehlen: suchen Sie in der gängigen Internetsuchmaschine, die mit "g" anfängt, direkt nach dem Betreff dieses Blogeintrags. Dann werden Sie gleich in der ersten Zeile fündig! Viel Spaß!

26.10.2009

Rückblick: Erophil & Pornfilmfestival in Berlin

Endlich sind die zahlreichen Events in Berlin vorbei und man kann sich wieder auf die eigene Arbeit konzentrieren ;-)

Zur Erophil: ich hatte die Ehre, die erste Diskussion der Erophil moderieren zu dürfen. Thema war: Erotikliteratur und Zensur. Ich war ja ein bißchen aufgeregt vorher, weil ich die Referenten (im Gegensatz zu meinen eigenen Veranstaltungen) noch nicht kannte. Aber alle waren locker, unterhaltsam und hielten sich weitgehend an den zeitlichen Rahmen. Der Medienrechtsanwalt Holger von Hartlieb erläuterte die rechtliche Grundlagen zum Thema Zensur, Joachiam Bartholomae vom Männerschwarm-Verlag in Hamburg schilderte seine leidvollen Erfahrungen mit den staatlichen Institutionen, Krischan Schoeninger vom Berliner Verlag Erozuna berichtete zum Thema Erotikliteratur und Zensur im Internet. Es wurde viel gelacht über die Absurditäten bei der Verfolgung erotischer Literatur, auch wenn die Prozesse an sich sicherlich für die Beteiligten, besser: Verfolgten sicherlich nicht so lustig war. Aber im Nachhinein erweist sich manche Tragodie dann halt auch als Komodie ;-)

Die Veranstaltung im Ganzen litt ein wenig unter organisatorischen Kinderkrankheiten und kurzfristigen Absagen von Referenten. Ausserdem wurde die erophil immer als kleiner Ableger des Pornfilmfestivals betrachtet und von daher von machen Institituionen wie z.B. dem französischen Konsulat abgelehnt.
Die Besucherzahlen hielten sich auch sehr in Grenzen, man kann nur wünschen, dass die Veranstaltung beim nächsten Mal mehr Zuspruch erhält, vor allem in der Presse, die die erophil fast komplett aussen vor gelassen hat. Vielleicht hilft beim nächsten Mal ein grosser, angesehener Vertragspartner, diese Medienverweigerung zu umgehen.

Das Pornfilmfestival war wie immer gut besucht, auch wenn diesmal die Filme nur in einem Kino gezeigt wurden und nicht wie in den Jahren vorher in mehreren. An den alten und neuen Programmen konnte man sehen, dass die Anzahl der Sponsoren sich um die Hälfte reduziert hatte. Vermutlich eine Folge der Finanzkrise...
Ich war aus zeitlichen Gründen nur beim Film und der Verleihung der Preise der Nachwuchsregisseurinnen anwesend. Der Film von Petra Joy war sehr interessant, auch wenn durch den persönlichen Kontakt mit ihr natürlich inhaltlich nicht nur Neues für mich dabei war.
Die Filme der Nachwuchsregisseurinnen waren sehr unterschiedlich, von künstlerisch bis dokumentarisch, alle mit ganz unterschiedlichen Inhalten und Ansprüchen. Es waren ja keine explizit erotischen Filme, sondern beantworteten nur die Frage: was ist für Dich erotisch?

Ich wünsche allen Veranstaltungen, die von engagierten Frauen und Männern hier in Berlin mit viel Kraft, Herzblut und Liebe zum Thema Erotik/Sexualtität, dass im nächsten Jahr ihre Veranstaltungen weiterlaufen können und weiterhin viele Menschen berühren können!

Jetzt im November stehen meine eigenen drei Veranstaltungen an, mehr Infos dazu unter www.erotischer-salon.de

22.10.2009

Doku über die Petra Joy, eine weibliche Sicht auf die Pornobranche, Berlin 24.10.

"Sie ist eine der neuen Pionierinnen des alternativen Pornos: Petra Joy, unabhängige Produzentin, die ihre Filme selbst finanziert und es genießt, „Porno-Regeln“ zu brechen. Ihre art-core Filme wie „Female Fantasies“ sind zu Klassikern des Frauenporno geworden. Diese Dokumentation erzählt die sehr persönliche Geschichte ihrer Mission, alternative, sex-positive und feministische Pornos zu drehen. Diese observierende Doku wurde über drei Jahre lang gedreht und ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen bei Petras Drehs und Workshops, begleitet sie zu Erotikmessen und Filmfestivals und zeigt das stetig wachsende, weltweite Netzwerk feministischer Pornografinnen."

Im Gegensatz zu vielen anderen anderen Dokumentationen, die meist von Männer von aussen auf die Branche produziert werden, zeigt Petra Joy den weiblichen Blick von innen.

Petra Joy ist anwesend und wird ausserdem einen Preis für Nachwuchsregisseurinnen in Sachen "Was ist für dich erotisch?" verleihen.

Samstag, 24.10.09 um 22 Uhr im Kino Moviemento, im Rahmen des Pornfilmfestivals.

21.10.2009

Doppelevent in Berlin am kommenden Wochenende: Lesen und gucken

Genauer gesagt: vom 22.-25.10. findet in Berlin das Pornfilmfestival statt. Alternative, schräge, feministische, humorvolle, erotische, pornografische aber auch dokumentarische Filme werden zum 5. Mal gezeigt. Während der Anteil der Regisseurinnen in der Pornobranche sehr gering ist, sind bei diesem Festival ca. 50% der Filme von Frauen produziert.
Am Samstag, den 24.10. ist ein besonderes Event: Petra Joy verleiht den Joy-Award für Nachwuchs-Regisseurinnen, die einen Film produziert haben zur Frage: Was findest Du erotisch?
Mehr zu diesem Preis hier.

Zeitgleich und in der gleichen Strasse wie das Pornfilmfestival (nämlich am Kottbusser Damm in Berlin-Kreuzberg) findet das erste erotische Literaturfestival statt. Viele Verlage stellen ihr Programm vor, es gibt Lesungen und Podiumsdiskussionen. Ich werde am Samstag vormittag den Part zu "Erotikliteratur und Zensur" moderieren. Erophil startet Freitagabend mit dem Film 120 Tage von Sodom", Samstag sind die Diskussionen, abends Party und an beiden Tagen zahlreiche Lesungen. Schwerpunkt dieser Erophil ist übrigens die französische Literatur.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen bzw. Vorlesen lassen und Filme gucken!
www.pornfilmfestivalberlin.de
www.erophil.de

20.10.2009

Poryes-Preisverleihung am Samstag

Schön war's!!!
Ich war noch nicht im Kino drin, da kam Petra Joy auf mich zu und bat mich, für sie Fotos von der Preisverleihung zu machen. So kam ich noch vor den anderen Gästen ins den Kinosaal, gleich ganz vorne, damit ich gut Bilder machen konnte. Es gab noch eine Einweisung in die Kamera und dann ging es los (hinterher taten mir etwas die Hände weh. Das kam allerdings von der Kamera, nicht was Sie vielleicht jetzt denken ;-)

Das "Who is Who" der Frauenpornobranche war dort versammelt: Die Produzentinnen Candida Royalle, Petra Joy, Maria Beatty und Shine Louise Houston, Annie Sprinkle konnte leider nicht anwesend sein, wurde aber von einer ihrer Darstellerinnen würdig vertreten. In der Jury sassen Laura Mérrit, Dr. Corinna Rückert, Claudia Gehrke, und Ula Stöckl.
Von allen Preisträgerinnen wurden mehrere kurze Filmausschnitte gezeigt. Nicht alles fand ich schön bzw. traf einfach nicht meinen Geschmack, doch was ich ganz besonders schön fand: die Stimmung, die in den Ausschnitten rüberkam, war geprägt von Lust und Freude. Ja, Freude! Man sah immer wieder lächelnde, genussvolle Gesichter, die Spass an dem hatten, was sie da taten.
Und genau das ist es, was meiner Meinung nach gute Pornos ausmacht: der Genuss der Darsteller/innen!
In den Ausschnitten konnte man auch sehen, wie leicht und selbstverständlich Safer Sex sein kann. Da wurde eben auch gezeigt, wie z.B. Kondomen übergestreift wird.
Was ich auch amüsant fand, einmal im Film zu sehen, wie die Darsteller sich ausziehen (und dass das auch bei denen nicht sexy aussieht ;-)
Schön war auch einfach mal zu sehen, welche Frauen hinter dieser Bewegung stehen und wie sympatisch die alle waren. Ich finde die Bezeichnung "feministischer Pornaward" auch nicht ganz so geeignet, da viele Männer wie Frauen bei Feminismus eher an "Kampflesben" denken, mit denen sie nichts zu tun haben wollen. Andererseits ist es natürlich ein auffälliger Titel und besonders spannend, da die "alte" feministische Bewegung um Alice Schwarzer strikt gegen Pornos jeder Art sind. Da eine feministische Por-Yes!-Aktion dagegen zu setzen, ist natürlich auch frech und mutig!
Ich wünsche allen derzeitigen und zukünftigen Aktivistinnen weiterhin viel Spaß und natürlich vor allem viel auch finanziellen Erfolg mit ihren Filmen und Projekten!

In Berlin kann man sich übrigens im Rahmen des Pornfilmfestivals vom 22.-25. Oktober 2009 Produktionen der ausgezeichneten Produzentinnen anschauen!